"Happy wife, happy life"

Ich habe gerade am Wochenende die neue Podcastfolge „Die wichtigste Paar-Dynamik, die alles verändert. Damit werden Trigger zu Wachstum.“ Aus dem Podcast „Das Neue Wir“ von Tanja & Christian Roos gehört. Darin geht es (Kurzfassung), um die Schatten-Dynamik vieler Paare der Glaubenssätze „nicht gut genug“ und „nicht liebenswert“ zu sein und wie man es schaffen kann verbunden zu bleiben.

Dabei ist auch der Satz gefallen „Happy wife, happy life“. Das hat eine Reaktion und Reflektion in mir ausgelöst, die mich direkt zum Schreiben des ersten Beitrags inspiriert hat.
Natürlich ist mir dieser Satz im Laufe meines Leben schon in verschiedenen Kontexten begegnet. Sei es in Ex-Beziehungen, im Freundes-/Bekanntenkreis, auf der Arbeit und in der Familie. Früher habe ich aus meinen alten Mustern heraus geantwortet: „Na, klar.“

Heute spüre ich, wenn ich diesen Satz höre Wut, Ohnmacht und Traurigkeit. Denn, wie auch in der Folge beschrieben, bin ich selbst für mich und mein Wohlbefinden zuständig. Niemand außer mir selbst weiß, was in mir vorgeht und was ich brauche. Was es zudem noch in mir ausgelöst hat, ist die Interpretation von „Ich kann nicht selbst für mich sorgen und benötige einen Mann, um glücklich zu sein“. Dies geht unter anderem aus dem vorhandenen Patriachart hevor in dem wir noch leben.  Gesellschaftlich gesehen fühlt es sich manchmal so an, als wäre die Frau eine „Eierlegendewollmichsau“. Ein Multitalent, dass funktionieren muss, da niemand anderes die Aufgaben übernehmen kann oder möchte. Dadurch kann es sich wiederum erleichternd anfühlen, wenn ich die Aufgabe für mich zu sorgen abgeben kann. Das Außen ist dann verantwortlich und habe eine „Last“ weniger.

Gleichzeitig spüre ich auch die Last der Männer, die sie mit diesem Satz tragen. Es würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen, wenn ich darauf tiefer eingehe. Daher folgt nun ein Anriss dessen, was in diesem Zusammenhang für mich aus diesem Satz noch hervorgeht. Männer wurden seit Generationen dazu angehalten keine Gefühle zu zeigen beziehungsweise stark und tapfer zu sein. Wie soll also ein Mensch, der nie gelernt hat sich zu fühlen geschweigedenn seine eigenen Gefühle bennen zu können dazu beitragen, dass ich als Frau glücklich bin. Ihm wird damit eine weitere Rolle zugespielt, die ihn schlussendlich im Patriachart als Helden dastehen lässt, wenn er es schafft seine Frau glücklich zu machen. Was auf der anderen Seite auch mit einem ernomen Erwartungsdruck einhergeht. Denn wenn er es nicht schafft ist er im Auge der „Norm“ ein Versager.

An dieser Stelle möchte ich nun zum Ende kommen und etwas wichtiges betonen:
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Wörten. Wörter werden zu deinen Handlungen.
Handlungen werde zu Verhaltensweisen, die deinen Charakter formen.
Gehe also achtsam mit deinen Gedanken um und überprüfe immer wieder auf’s Neue, ob das was du denkst wirklich deine Gedanken sind oder die deiner Freunde/Familienmitglieder/Arbeitskolleg:innen und so weiter…

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und bis hierher gelsen hast. Ich wünsche dir nun noch ein gutes Nachwirken und einen inspirierten Tag 😊

 

Das neue Wir. Dein Beziehungs-Podcast mit Tanja & Christian Roos

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